Wenn ich möchte dass mein Aquarium ein Schmuckstück ist, heißt es putzen. Und so wird der biegsame und durchsichtige Silikonschlauch in der Wohnung ausgerollt. Dann heißt es: „Absaugen“. Das Schlauchende wird im Aquarium befestigt und das andere Ende wird in den Mund genommen. Einmal kräftig ansaugen und schon sehe ich, wie sich der schwarze Mulm in Richtung meiner Mundhöhle bewegt. Dann schnell, Schlauchende raus aus dem Mund und rein in den Eimer.
Nun vorsichtig den Mulm absaugen – aber da sehe ich ihn - ein dicker Guppy steckt im Schlauch. Ein Glück das der runde Silikonschlauch kein Ecken hat. Dazu ist er auch recht weich und besitzt Lebensmittelqualitäten. Nicht umsonst gibt es schließlich Silikonbusen. Nun heißt es also: „Vorsichtig pusten“. Denn der dicke Guppy muss wieder ins nasse Element. Aber er flutscht nicht. Wenn ich ansauge, landet er vielleicht als Sushi in meinem Mund. Dann lieber pusten. Irgendwann ist es geschafft, der neugierige Fisch plumpst unversehrt zurück ins Becken. Und ich muss grübeln, ob die gestern gelaufene DVD: „Nemo“, den Fisch vielleicht auf dumme Gedanken gebracht hat.
Mrz
3
3. März 2008
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